Pythagoras Wanderung in und um Nackenheim herum


23. Oktober 2005


Diesmal folgten 13 Streetmillboys dem Ruf, an einer Wanderung von Nackenheim ausgehend teil zu nehmen. Zum dritten Mal dabei war das schlechte Wetter, welches an diesem Sonntag dann doch nicht so schlecht war, wie es sich angekündigt hatte. Doch trotzdem, bitte nicht wieder wählen.

Nachdem wir unsere traditionelle Wartezeit von 15 Minuten hinter uns gebracht haben ging es auch Punkt 11:16 los. Ein kurzer Anstieg, für welchen wir die eigens hierfür im Gelände verbauten Stiegen nutzten, brachte uns zu einer Kirche.

Nach dem Besuch der Kirche ging es weiter in Richtung Friedhof, den wir rechts liegen lassen konnten. Auf dem Friedhofsparkplatz bekamen wir noch einen kurzen Vortrag über Herrn Zuckmayr von Michael, unserem Tourenleiter zu Gehör gebracht.

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Frohen Mutes setzten wir unseren Weg in Richtung Nierstein fort. Auf Grund des Regenwetters der vergangenen Tage und auch des Regens am Morgen blieb es nicht aus, dass unsere Wanderung nun mit vielen "Upps" und "Huch´s" begleitet wurde. Teilweise lief man wegen des Schlammes auf den Asphaltwegen wie auf Glatteis. Aber der Länge nach hingeschlagen ist niemand. Meine Güte, das wäre aber auch eine Schweinerei für den Betroffenen gewesen.

Unsere erste Rast stand bereits nach einer guten Stunde Wanderung an, nachdem wir das einzige "Waldstück" an diesem Tag hinter uns gelassen hatten. Und wieder einmal war das dumme Wetter daran schuld, dass wir diese Rast nur im Stehen machen konnten. Na ja, war auch besser so, denn hätten wir uns setzten können, dann hätten wir nur die Rebstöcke sehen können, nicht aber die eindrucksvolle Fernsicht gen Frankfurt.

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Am Königstuhl vorbei erreichten wir mit einer weiteren guten Stunde Fußmarsch den Wartturm oberhalb von Nierstein, erbaut im Jahre 1427, leider verschlossen, so dass eine Besteigung leider nicht möglich war. Aber dafür gab es Tische und Bänke, dazu eine wunderbare Sicht auf den Rhein. Schon ein kleiner Eindruck unserer Rheinsteig-Wanderungen.

Da wir zum Wandern unterwegs waren, erinnerte uns der Wettergott eindringlich an den Aufbruch indem er uns mit heftigem Wind das weitere verweilen verdarb. Kurz mussten wir nun abklären, dass die direkte Besichtigung von Nierstein nicht auf dem Programm stand (mir war so, als hätt ich´s gelesen...), aber winken konnten wir in Richtung Dorfmitte.

Unser Weg führte uns nun aber bereits wieder in die grobe Richtung Nackenheims, diesmal teilweise auf dem Rheinhöhenweg. Trotzdem ist dies keine Rheinsteigwanderung, somit gibt es für die Teilnehmer auch kein Rheinsteig-Wanderung-Sternchen!

Hierbei mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass Planwagenfahrten in unserer modernen Zeit nicht mehr mit Pferdchen sondern mit Treckern statt finden. Viel war los, auf diesem Abschnitt der Wanderung.

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Michael verlängerte die Tour, indem er uns ein Auf und Ab strich, wir dafür einen Bogen laufen mussten, dafür aber keinen Berg der größeren Art hatten. Und so schafften wir es schließlich doch noch, Nackenheim zu erreichen. Direkt am Ortseingang bestaunten wir die Bauwerke eines Einheimischen, der aus Metallen einige Märchenfiguren nachgebaut hatte.

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Weiter ging es den Berg hinunter und auf was trafen wir? Auf eine Tafel, die verriet, dass es genau in diesem Lokal, welchem wir uns gerade näherten, Kuchen geben sollte. Kein Problem, dieses konnten wir auch gleich nehmen, denn reserviert war nichts. Wie auch, wenn wir wegen des Wetters (schon wieder) nicht einschätzen können, wann wir am Ziel eintreffen.

Die Wahl des Lokals hätte nicht besser sein können, denn selten habe ich so einen leckeren Kuchen auf meinem Teller liegen gehabt. Ein Gasthaus, in dem das Preis-/ Leistungsverhältnis noch stimmt!

Eine Stunde später schließlich sollte es los gehen auf die letzten Meter dieser Wanderung, welche uns noch einmal durch Nackenheim führte, bevor wir am Bahnhof Nackenheim eintrafen, unseren Wanderleiter für diese schöne Tour dankten und ich noch meine Werbung für die Rheinsteig-Wanderung los werden konnte.

Fazit dieser Tour: Sehr schön, nichts für den Sommer, da fast kein Schatten, aber im Frühjahr oder Herbst optimal. Die Streckenlänge langt allemal, denn der Wanderer der heutigen Zeit mag Wanderungen um die 15 km.

Bilder: Hans-Christoph + Hotti
Bericht: Hotti