Oppenheim


1. Februar 2004


Auf der Fahrt zu unserem Treffpunkt nach Oppenheim war ich schon der Meinung dass wir entgegen jeder Wettervorhersage schon wieder bei Regen durchhalten sollten.

Doch es kam anders. Wer zu früh war, der hatte noch Pech, denn es regnete wie aus Eimern. Aber pünktlich um halb zwölf war es vorbei mit dem Regen. Wobei die Sonne offensichtlich anderenorts früher zu scheinen begann. Völlig überraschend nutzten daraufhin doch tatsächlich zwei Teilnehmer die moderne Kommunikation und meldeten sich per SMS zur heutigen Wanderung an. Diesmal sparten wir uns auch noch die ansonsten obligatorische Vorstellungsrunde und schon ging es los in Richtung Katharinenkirche zu Oppenheim.



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Dort erklärte uns Michael mit fachkundigen Wissen die Geschichte dieser Kirche und schon durften wir eintreten. Einige taten dies, um die Kultur zu genießen, andere nutzen es, um sich auf dem Heizungsschacht aufzuwärmen (Kulturbanausen!). Ein Gefühl wie Marilyn Monroe über dem Lüftungsschacht kam auf. Gut, dass wir keine Kleidchen anhatten.

Nachdem auch der letzte Hut gewärmt war, setzte sich unsere Gruppe mit 23 Männern wieder in Bewegung, um die Kirche herum, um im Beinhaus das zu besichtigen, was bei den SMB nach einer Rast übrig bleiben würde. Noch eine kurze Erklärung hierzu und schon ging es weiter. Diesmal zur Ruine Landskorne, von wo aus wir eine herrliche Sicht ins Rheinhessische Umland und auch bis nach Frankfurt hatten. Irgendwann hatte auch der letzte alles gesehen und weiter ging es, hinaus in die stürmischen Weinberge. Da flogen die Hütte ins Gestrüpp und wir hatten schon fast Mühe, geraden Schrittes weiter zu kommen. War schon fast anstrengend.


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Na ja, die nächsten Kilometer sind schnell beschrieben. Wir konnten in die Rheinebene blicken, hatten frische Luft und gute Unterhaltungen.

Unser Reiseleiter hatte keine Mühen gescheut und eine Schutzhütte ausgeschaut, wo wir unsere erste und zugleich einzige Rast machen konnten. Drinnen zog es genauso heftig wie draußen, also machte es keinen Unterschied, wo man saß. Hier sah man(n) wieder, dass die praktische Tupperware immer und überall zu gebrauchen ist. Diese Pause dauerte etwa zwanzig Minuten und weiter ging es in das gemütliche Dörfchen Ludwigshöhe. Ein Blick auf den Busfahrplan zeigte uns, dass hier der Bär steppt. Zweimal am Tag hält der City-Bus um die Einheimischen einen Ort weiter zu bringen.



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Jetzt führte unser Weg weiter hinunter durch die Felder bis an den Rhein, wo es nicht mehr so heftig blies, wie wir es oben in den Weinbergen erlebt hatten. Auf dem Deich konnten wir wieder zurück bis nach Oppenheim wandern.

Um viertel nach vier standen wir nun wieder in Oppenheim. Hinter uns eine Wanderung von knapp 14 Kilometer. So entschlossen wir uns, noch ein wenig Tour anzuhängen und entschieden uns, die Strecke zu unserer Abschlusseinkehr zu Fuß zu vollbringen. Dies bedeutete, noch einmal quer durch Oppenheim, noch einmal vorbei an der Kirche und hinauf zum Lokal Landskrone, wo Michael für uns reserviert hatte.

Erwartet wurden wir zwar nicht gerade, aber Platz ist in der kleinsten Hütte und so fanden alle ihren Platz.



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Wie immer ging auch dieser schöne Tag viel zu schnell zu Ende und so löste sich die Gruppe gegen 18 Uhr auf und trat den Rückzug zu den Autos an. Die erste Hürde nach dem langen Sitzen war die Treppe vom Lokal hinunter auf die Straße, wo einige bereits über einen Muskelkater klagten.

Vielleicht sollten wir zukünftig Kaffeefahrten oder Seniorenwanderungen ins Programm nehmen. Da gilt es nur noch, die Stufen des Busses zu erklimmen. Wir bestellen einfach mal bei 20 Teilnehmern zehn Rheumadecken vor und gut ist.

Fazit der Tour: Eine gelungene Tour quer durch die Weinberge und am Rhein, auf zumeist asphaltierten Weinbergswegen bzw. am Rhein auch auf relativ festen und somit gut begehbaren Wegen.

Hotti


Bilder von Peter F.