Streckenwanderung Lich - Bad Nauheim


6. Juni 2004


Am 6.6. ist es wieder soweit: Eine für die Streetmillboys ungewöhnliche Tour steht auf dem Programm. Und dann noch in der Kategorie C = 23km, eine lange Tour aber ohne wesentliche Steigungen!

Die große Tour beginnt zunächst mit einer längeren Bahnfahrt, das kommt sooft bei den Streetmillboys nicht vor. Und doch sind wir 25 Wandersüchtige!!! Wir treffen uns in zwei Gruppen in Bad Nauheim bzw. Frankfurt und fahren mit dem Zug zum Vereinigungspunkt Friedberg und dann gemeinsam über Gießen nach Lich.



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Das Wetter hat sich nach den Regengüssen der Vortage wieder erholt und beschenkt uns mit nicht zu großer Hitze und einigen Wolken, die uns auf dem Weg noch zunutze sein werden.

Vom Bahnhof geht es kurz durch die Altstadt und wem es jetzt schon von der Bahnfahrt zu heiß ist, holt sich an einer Eisdiele die erste Kühlung. Weiter geht es vorbei am Schloß und Marstall in den Schloßpark, wo gerade ein Wettbewerb für Labrador-Hunde stattfindet. Hotti bekommt hier gleich lebensnahen Anschauungsunterricht für die Dressur seines kleinen "Moppels". Mal sehen, wann bei ihm der erste Pokal auf der Vitrine steht!

Vorbei an der "Aus dem Herzen der Natur-Brauerei(Licher)", leider ohne Ausschank geht der Weg bald in den schattigen Wald entlang des Flüßchens Wetter zum herrlich im Tal gelegenen ehem. Zisterzienserkloster Arnsburg aus dem 12. Jahrh.



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Wir besuchen die Gedenkstätte für die Opfer der letzten Kriegstage aus Arbeitslagern des Vogelsberg wie der Gefallenen verschiedener Nationalität, die hier ihre letzte Ruhe gefunden haben. Unsere Blicke schweifen über die mit Bäumen und Sträuchern bewachsenen Mauerkronen der Kirchenruine. Beeindruckend ist die Größe der Gesamtanlage.

Durch ein Hofportal verlassen wir die Anlage und erreichen kurz danach die römische Ausgrabungsstätte "Alte Burg" mit Fundamenten und Mauerresten, ebenfalls aus dem 12. Jahrh. Nun ist erst mal eine Rast fällig und unter Bäumen genießen wir den Schatten und die Ruhe. Über einen Höhenweg mit weiter Fernsicht, es grüßen Taunus mit Feldberg und Vogelsberg mit Hoherodskopf, wandern wir gegen Münzenberg und bald taucht am Horizont vor uns die mächtige Burg Münzenberg (12.Jahrh.) auf (auch Tintenfaß der Wetterau genannt, wegen der zwei dominierenden Türme). Am Fuße im Anblick der Burg schlagen wir unser Lager zur Rast auf, während ein Teil unserer Meute ins nahegelegene Wanderlokal einfällt.

Auf dem Weg zur Burg sind wir bald von Burgfräuleins, Rittern und allerlei Gesindel umgeben, denn an diesem Tage finden auf der Burg große Ritterfestspiele statt. Um uns nicht zu verlieren verzichten wir auf einem Burgbesuch, auch wegen des großen Andrangs und "schlagen" uns durch mittelalterliche Zeltstadt und Pferdekampfbahnen zu unserem Weg in Richtung Steinfurth durch.


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Es geht über weite Feldflächen und hier entfaltet die Sonne ihren ganzen Segen. Schließlich erreichen wir aber doch ausgedehnte Waldgebiete und genießen die wohltuende Kühle. In der Ferne grüßt die Skyline von Frankfurt.

Bald stehen wir auf den Anhöhen von Steinfurth. Wir legen nochmals eine Rast unter großen schattigen Obstbäumen ein. Die Stadt ist ein Begriff für die Rosenanzucht. Im Juli diesen Jahres findet ein großer Rosenkorso statt. Am Rande des Städtchens passieren wir Rosenfelder und Gärtnereien und die Sonne meint es gut mit uns.

Nochmals durch zwei kurze Waldstücke nähern wir uns mit Riesenschritten Bad Nauheim und stehen dann unvermittelt nach Verlassen des letzten Waldstückes an unserem Ausgangspunkt dem Bahnhof Bad Nauheim.



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Nun ist es nur noch ein kurzes Stück durch die dominanten Jugendstilbauten der Badehäuser, Quellen und Brunnen, durch einen Teil des Kurparks zu unserem "vorgebuchten Italiener". Erleichtert lassen wir uns nieder und lechzen den Getränken und dem Essen entgegen und lassen die Wanderung Revue passieren.


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Bericht: Dieter und Karl-Heinz
Bilder: Karl-Heinz und Hotti


Ergänzung von Hotti:

An dieser Stelle ein herzliches Danke Schön an die beiden Organisatoren für diese gelungene Tour. Eine wirklich sehr schöne Wanderung für die sich die Anfahrt gelohnt hat! Und auch ein Lob an alle Teilnehmer, die diese Strecke mit Bravour und ohne großes Murren gemeistert haben. Vor allem diejenigen, die noch keine Erfahrungen mit unseren Wanderungen hatten, wurde bei dieser Tour einiges an Kondition abverlangt. Ich hoffe, wir sehen uns bei einer der nächsten Wanderungen mal wieder.