Durch das Jammer-und Hasenbachtal


19. September 2004


Leichtes Entsetzen als wir aufwachten und den Regen bemerkten. Aber es kam noch dicker: unser Clubmanager kann heute nicht mitwandern! Der Regen hatte bereits aufgehört, noch kurzes abzählen und los ging's. Mit 3 Karten von der Gegend sollte doch nichts schief gehen, oder?



Bild 1



Bild 2



Kurz nach dem Parkplatz kam die lokale Kläranlage in Sicht. Wir ließen sich rechts liegen, passierten die Kessel-, dann die Haarmühle. In ihrer Nähe betraten wir den Wald und die Schönheit des Jammertals bot sich unserem Anblick. Teilweise gab es Stellen, die ein bisschen an die Baybach-Klamm erinnerten. Auch hier musste man einige Felsen, mit angebrachtem Geländer, überwinden. Hinzu kam, dass wegen der Feuchte die Steine teilweise glatt waren. Diese Stellen meisterten wir erfolgreich und wurden dafür mit dem Anblick von Seitentälern, deren Steilhänge, Steine und Bäume einfach bezaubernd waren, mehr als belohnt. Die Feuchtigkeit hatte auch entlang des Weges für viel Pilzwachstum gesorgt und unsere Pilzsammler, Biologe und Pharmazeut gerieten ins schwärmen. Die Nässe am Boden und die verhältnismäßig warme Luft sorgten dafür, dass in einem kurzen Teil der Strecke schwacher Dunst hielt und man einen Hauch von Herbst spüren konnte.


Bild 3


Bild 4


Endlich erreichten wir die Obermühle: wir machten Rast. Dazu setzten wir uns auf verpackte Strohballen, ließen die Beine baumeln und das verspeisten das mitgebrachte Essen.

Bald darauf gab Norbert das Zeichen zum Aufbruch und wir legten ca. 500 m auf der Landstrasse zurück, bevor wir einen Pfad nahmen, der uns in das Hasenbachtal führte. Über den Hasenbach; dann folgten wir einem sehr schmalen Pfad, der dafür aber sehr matschig und beiderseits von hüfthohen Pflanzen begrenzt war. Nicht nur eine, zwei Stellen, sondern eine ganze Strecke lang hörten wir das "Schmatzen" der Stiefel im Schlamm. Also auch hierfür volle Punktzahl an Norbert! Mittlerweile war die im Tagesverlauf dünner werdende Wolkendecke, an mehreren Stellen aufgerissen und die Sonnenstrahlen brachten das Grün des Hasenbachtals zur Geltung. Auch in diesem Tal waren mehrere Mühlen an den Bach gebaut worden. Zwischen zweien von ihnen besahen wir uns noch einen jüdischen Friedhof, dessen Grabsteine, zum Teil aus dem 17.Jahrhundert, von Menschen künden, die hier gelebt hatten.

Bild 3


Bild 4


Bei Niedertiefenbach beschlossen wir, dass wir die Strecke etwas abkürzen, und uns somit eine Menge Steigung ersparen. Wir vertrauten auf unsere Karten und folgten einem kleinen Bächlein. Wir müssen da rechts hoch? Also nach Karte eher nicht, sondern geradeaus. Ah ja, und weiter. Kurz darauf erreichten wir die Stelle an der wir den Wald betreten wollten. Wir folgten dem Tal bergauf. Während einer Pause kontrollierte Norbert noch mal die restliche Route. Sie führte uns an der Wildweiberhöhle vorbei, ebenso um die Weißler-Höhe (456) m bis wir an eine Kreisstrasse kamen. Hinter ihr ging es bergab in Richtung Ergeshausen, so dass wir bald an unseren Autos ankamen und die Wanderschuhe gegen bequemere wechseln konnten.

Bild 4


Fassen wir mal Resümee: Es hatte vor der Wanderung geregnet, der Boden war stellenweise matschig, verloren hatten wir keinen der Wanderer. Macht zwei von vier Punkten, denn verlaufen hatten wir uns auch nicht. Einen Punkt holten wir uns aber noch auf dem Weg zum Lokal in Holzhausen an der Haide. Im Ernst. Wunderbare Autokolonne, die uns getreulich folgte, bis wir feststellten, dass wir im Kreis gefahren und fast wieder in Ergeshausen ankamen. Nur gut, dass wir uns wussten, wo wir falsch abbogen hatten. Alle wendeten und wurden nun zur Gaststätte geleitet. Beim Abschiedsessen war dies bereits vergessen, und wir ließen es uns bei Speis' und Trank gut gehen, erzählten, bis die Zeit zum Aufbruch gekommen war.

Vielen Dank an Norbert für die Tour!!