Wanderung zum Kloster Gnadenthal


22. Februar 2004


Wer am Morgen des 22.2.2004 in Frankfurt morgens aus dem Fenster geschaut hatte, dem konnte die Lust am Wandern fast schon vergehen. Genauso ging es mir auch. Es regnete. Der Wetterbericht hatte zwar ähnliches vorausgesagt, aber eigentlich nicht gleich morgens und vor allem nicht vor der Wanderung.

Weder Wetter noch Faschingssonntag hielten mich davon ab, zur Wanderung zum Kloster Gnadenthal aufzubrechen. Also fuhr mich mein Mann zum Frankfurter Hauptbahnhof und ich bestieg dort die Regionalbahn, die auch pünktlich abfuhr, dann aber mit fünf Minuten Verspätung in Idstein eintraf. Dort traf ich auf weitere 22 Wanderwillige, die dem Wetter trotzten und bereit für die angekündigten 18 km waren.

Gegen zwanzig nach elf setzte sich unser Wanderkonvoi schließlich in Bewegung und unser Weg führte erst mal durch die Bahnunterführung und weiter vorbei an einem McDonalds bergan auf einen Feldweg, schließlich in den Wald.



Bild 1





Nach einer ganzen Weile schnitten wir einen Stelle, an der wir vor einem Jahr bereits schon einmal vorbei gekommen waren. Dort war eigentlich nur eine kurze Pipi-Pause angesagt, was sich jedoch zu einer kleineren Rast ausdehnte.

Weiter ging es nun wieder durch den Wald und wir kamen zu einer einfach nur genialen Schutzhütte. Die Fenster waren mit einer Folie abgehängt, auf den vielen Bänken lagen Teppichreste, so dass man es dort aushalten konnte.


Bild 2


Zwanzig Minuten Pause sollten reichen und unser Wanderleiter Christoph rief zum Aufbruch auf. Mit guter Kondition erreichten wir nun einen abgelegenen Hof, den eine Sekte gekauft haben soll. Dort standen einige Skulpturen, wo wir uns auch endlich zu unserem Gruppenfoto aufstellen konnten.

Von hier aus führte der Weg weiter zum Titel unserer Wanderung, dem Kloster Gnadenthal, wo sich eine zweite, längere Rast anschloss. Die Kirche konnte man besichtigen, alles andere ist Sonntags geschlossen.



Bild 3



Nachdem wir alles gesehen hatten, da war es auch schon an der Zeit, sich auf den Weg zum Bahnhof in Niederselters zu machen. Der Weg führte nun fast direkt an der A3 entlang und auf diesem Weg erreichten wir den Bahnhof. Rechtzeitig genug, um Fahrkarten zu besorgen und auch den weiteren Ablauf, sprich den Abschluss zu besprechen. Drei Möglichkeiten gab es zur Auswahl: Chinese, Kaffee oder heim fahren. Wer sich letztendlich für was entschied, darüber kann ich nicht berichten, denn ich hatte mich für Möglichkeit drei entschieden und konnte so im Zug nach Frankfurt sitzen bleiben. Damit ging eine wieder mal sehr schöne Wanderung zu Ende.

Übrigens hatten wir während der gesamten Wanderung Superwetter und sehr oft wurden wir sogar von der Sonne verwöhnt. Vom angesagten Regen, der in Frankfurt und Wiesbaden auch war, war während der gesamten Wanderung nicht eine Spur zu sehen. Ach ja, von den angekündigten 18 km sind am Ende 12 km übrig geblieben. Beschwert hat sich keiner darüber.

Ich persönlich wurde bei dieser Tour von der Technik verlassen. Zuerst gab mein GPS-Gerät den Geist auf. Batterie leer, die Kamera schloss sich an, aus diesem Grund diesmal keine sehr große Auswahl an Bildern, aber immerhin hat es gerade noch für das Gruppenbild gereicht und zuletzt gab auch noch meine Uhr den Geist auf. Auch diese wegen Batteriemangel. So abhängig ist man von der dummen Technik.

Fazit der Wanderung: eine Wald- und Feldtour mit einigen sehr schönen Stellen. Wer zum Beispiel bei warmen Temperaturen mal durch eine Bach waten möchte, der ist bei dieser Wanderung bestens bedient.

Ein herzliches Dankeschön für die gelungene Vorbereitung und Durchführung der Tour an den Leiter Christoph

Hotti

Bilder von Hotti