Rund um den Bremer Berg u. Pferdskopf


10. Oktober 2004


Der Wetterbericht war in den vergangenen Tagen nicht gut für dieses Wochenende, der blaue Himmel am Morgen überrascht und der Tag entpuppt sich als ein herrlicher Herbsttag mit etwas frischem Wind.

Die von Peter und Willi organisierte Tour startet von der Kittelhütte aus, allerdings ist Peter heute nicht dabei. Andere Teilnehmer, wie Hotti, Rainer, Andreas, die sogenannte "alte Garde", werden ebenfalls vermisst, ganz zu schweigen vom ehemaligen? Hoffotografen. 16 Teilnehmer, einige Neue, trudeln zusammen, die sich heute sozusagen "ohne Aufsicht" den Schönheiten von Natur und der Gruppe widmen können. Nicht zu vergessen: eine Dame ist dabei, die Hündin Ayla.



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Das Begrüssungsgeschnatter läßt nach und verzieht sich aus dem sehr sonnigen Parkplatz in den Wald, als erstes folgen wir der Eichhörnchen-Markierung. Willi schreitet frohen Mutes in der vordersten Front, hinten hört man, dass hier ja sehr schnell gewandert wird und einigen Warmblütlern, die die Wintergarderobe wohl noch im Schrank versteckt halten, wird es im schattigen Wald etwas frisch um die Nase. Die Herbstfärbung gefällt, die modrigen Gerüche aus dem Unterholz ziehen heran und sogar Pilze finden sich vereinzelt. Das hält die Gruppe nur wenig davon ab, in einen allgemeinen Erfahrungsaustausch zu verfallen, ob aktiv oder passiv, in diesem Falle als Erzähler oder Zuhörer.


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Oberhalb von Riedelbach gibt es die erste Rast auf einigen Baumstämmen mit herrlichem Blick in das Tal hinunter, in das wir gleich gehen werden. Im freien Feld ist der Wind noch stärker und unangenehm kalt. Doch, wenn es berghoch geht wird einem schon wieder warm und prompt begegnet Man(n) zwei Gleichgesinnten. Wie klein die Welt doch ist. So umlaufen wir den Bremer Berg mit 619 m und über Finsternthal zum Treisberg, den Pferdskopf mit 663 m. Irgendwo steht ein Hinweisschild: "Mauloff". Diesen hessischen Ausdruck muß die Gruppe nicht wörtlich nehmen, da kriegt jeder sein Maul off.

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Ein Einkehrversuch auf dem beliebten Treisberg in einem der Cafes mit dem herrlichen selbstgebackenen Kuchen scheitert leider an der Größe der Gruppe und so muß das Hunger- und Wärmegefühl mit anderen Mitteln gestillt werden. Schöne Aussichten, eine beschauliche Pferdekoppel oder eine Weide mit schottischen Galloway-Rindern sorgen für Abwechslung und immer wieder traumhafte Blicke auf den Feldberg, in ein kleines Tal oder über die weite Landschaft des Hintertaunus, den bunten Bäumen, dem blauen Himmel mit seinen zerzausten Wolken.

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Gerne machen die Wanderer Gebrauch von einer Rast an einem dieser Aussichtspunkte und erholen sich vom schnellen Wandertempo. Die Sonne steht nun schon recht tief und damit wird es empfindlich kalt, der Wind hat uns heute schon heftig durchgefegt. Willkommen ist der Parkplatz nach dieser etwa 20 km langen Wanderung, allein wegen der Kälte.

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Im nächsten Ort, Oberems, ist im "Deutschen Haus" eine Abschlußeinkehr vorgesehen. Hier treffen wir Peter und haben einen Saal für uns allein, die Gastwirtschaft ist nebendran. Jetzt wird es uns wieder warm, die Lebensgeister kehren zurück, wobei das Gemurmel in der frohen Runde noch zunimmt.

Peter und Willi sind bekannt für das erfolgreiche Management ihrer Wanderungen, das schöne und trockene Wetter hat uns eine herrliche Herbstwanderung erleben lassen. Die Kälte ...., tja, die Zeit am Baggersee ist eben für dieses Jahr vorbei, da hilft kein knappes T-Shirt und kein kurzes Höschen mehr, die dicken Wollpullis müssen ran. Vielen Dank für diesen Tag.

Erlebt und beschrieben vom kleinen tiger

Bilder Ralf und Matthias