Ob Sonne, ob Regen wir wandern auf allen Wegen


11. Januar 2004


Die erste Tour für 2004 ist geschafft. Der Wetterbericht war uns bekannt und wir befürchteten, dass er zutreffen könnte. Pünktlich trafen wir uns in Bärstadt, grosses Hallo zur Begrüssung und dann ging es auch schon los mit einer knappen Selbstvorstellung der Anwesenden. Danach gab Norbert das Startzeichen und wir wanderten durch Bärstadt. An einer Stelle hatten die Einwohner eine Tanzlinde (ein Brauch im 3. Jahrtausend selten und somit Guiness-verdächtig ist?) gepflanzt. Am Ortsende gings weiter hoch und bei schwachem Wind, tiefhängenden Wolken, war die Natur in Grau eingehüllt. Naja, Schemen von Pferden auf der Koppel wahrzunehmen hatte auch seinen Reiz.



Bild 1



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Während der Rast wurden etwas Kuchen und Plätzchen gegessen und Norbert pflanzte die Idee von warmen Kakao im Café in unsere Köpfe. Ich freute mich darauf, wurde es mir doch kühl. So gingen wir weiter, ebenso wie die Wolken, die jetzt von stärker werdenden Wind bewegt wurden. Allerdings fing es bald darauf an zu regnen. Man zeigte sich gewappnet: mehrere Regenschirme geöffnet oder die Kapuzen auf gezogen.
Einige gingen etwas schneller, andere pflegten die Konverstation und so zog sich das Feld öfter einmal etwas auseinander. Bei einem Nachbau eines keltischen Gebäudes stellten wir uns KURZ unter, und ich dachte an das Café und Kakao, war doch meine Kapuze in keinster Weise geeignet meine Frisur trocken zu halten. Weiter gings, Regen und Wind wurden heftiger, die Schirme neigten sich nach vorne. Ich flüchtete unter den Schirm eines Mitwanderers, prima, aber es ging bergauf. Café! Kakao! Wir sind daran vorbei gelaufen! Oder? Nein, nur noch ein bißchen, dann sassen wir im Warmen und waren dankbar dafür.
Der Wirt gedachte uns Mittagsessen zu servieren, aber wir wollten Kuchen und Heißgetränke. Zum Glück machte er eine Außnahme von seiner "Kuchen-erst-ab-halb-drei- Regel". Die "Rieslingtorte" wurde oft verlangt. Lag wohl am Namen. Allerdings konnte sie unsere Erwartungen nicht ganz erfüllen. Dennoch ließen wir es uns gut gehen, die nassen Hosen wurden etwas wärmer. In Anbetracht des Regens fragte ich Norbert etwas bange über die Länge der weiteren Wegstrecke. Zum Glück war es nicht mehr weit und es regnete weniger.
Auf dem letzten Teilstück gab es noch ein paar Einblicke in das Wurzelwerk umgestürzter Flachwurzler am Wegesrand zu sehen. Erinnerungen an vergangene Stürme wurden kundgetan


Bild 3


Bild 4


Als wir unsere Autos erreichten, regnete es nicht mehr...

Vielen Dank an Norbert, der diese schöne Ersatztour kurzfristig möglich gemacht hatte und bis bald bei der Wanderung am 1.Februar.

Rainer O.

Bilder von Peter F.