Wanderung zu einem Kloster und drei Schlössern


6. April 2003


Bei dieser Wanderung, übrigens wieder wunderschön, denn die Sonne schien die meiste Zeit, störte eigentlich nur der eisige Wind, der uns just in den Momenten durch das Haar blies, in dem wir eine Rast machten und dann recht schnell zum Weiterlaufen animierte.

Aber beginnen wir mal ganz vorne, so wie es sich für einen ordentlichen Wanderbericht gehört.

Treffpunkt war um 11 Uhr am Kloster Marienthal, wo sich 23 Wanderlustige Boys eingefunden hatten. Diesmal war es eine Tour, die wir ohne schlechtes Gewissen in die Kategorie A oder auch Seniorenwanderung einstufen konnten.

Vom Kloster aus führte uns der Weg zunächst einmal nach oben und wir erreichten Schloss Hansenberg, wo wir bereits in der Ankündigung vorgewarnt wurden, dass es sich bei diesem Schloss um eine architektonische Verknüpfung zwischen neu und alt handelt. Der alte Teil sehr schön, bei dem neuen Abschnitt sagen wir einfach mal, wenn es der Architekt braucht, aber unter uns, einfach hässlich und unpassend.

Hier konnten wir einen reizvollen Blick hinunter in das Rheintal erwischen und schon führte uns der Weg weiter zum Schloss Johannisberg, dass wir unter Augenschein nehmen konnten. Kurz nach dem Schloss war dann die erste Rast angesagt, wieder mit einem genialen Blick auf den Rhein. Leider trieb uns nach etwa zwanzig Minuten der biestig eisige Wind weiter.

Durch Weinbergswege erreichten wir nach einiger Zeit Schloss Vollrads, wo ein Blick auf die Speisekarte zeigte, hier geht man nur hin, wenn einen der Liebste einlädt. Hier war es auch, wo der Wanderführer seine Wanderstöcke auspackte, was darauf schließen ließ, dass uns nun etwas bevor stand. Ein Anstieg sollte es werden, der aber weniger heftiger war, wie wir es bei der letzten Wanderung kennen gelernt hatten.

Von nun an führte uns der weitere Streckenverlauf fast ausschließlich durch den Wald. Bevor es zum Endspurt ging genehmigten wir uns noch eine kurze Verschnaufpause auf ein paar Baumstämmen und schon ging es weiter bergauf. Eigentlich sollten wir noch eine Schleife eingebaut bekommen, doch aus organisatorischen Gründen verzichtete unser Führer darauf und so waren wir schon so gegen 16 Uhr wieder zurück am Kloster.

Hinter uns lagen gute 16 Kilometer, die alle ohne große Mühe bewältigen konnten. Wer nun noch Lust hatte, der schloss sich einer kleineren Gruppe an, um die Wanderung bei Kaffee und Kuchen ausklingen zu lassen, bevor es dann schließlich für alle wieder in Richtung Heimat zurück ging.

Fazit der Tour: Auch diesmal wieder eine gelungene Wanderung, mit vielen schönen Blicken auf den Rhein. Und diesmal konnten wir einmal mehr testen, dass es nicht viele Kilometer sein müssen, um eine schöne Tour und eine nette Umgebung zu sehen. Und wer hinten lief, ein bisschen trödelte, der bekam auch von der schönen Landschaft noch etwas mit und konnte sehen, wie schön es ist, wenn nun so allmählich die grünen Blätter in den Wäldern Einzug halten.

Hotti