Von St.Goarshausen nach Kaub


16. März 2003


Wieder einmal eine Tour bei bestem Wetter. Sogar warm war es diesmal und wir waren 20 Teilnehmer, die am Ende der Tour mehr oder weniger geschafft waren.

Doch von vorne. Treffpunkt war in Kaub am Bahnhof, wo wir erst einmal mit dem Zug eine Haltestelle fahren mussten. Diese Fahrt dauerte 8 Minuten und die können zu Fuß verdammt lang werden.

In St. Goarshausen hieß es erst einmal Kräfte sammeln für die erste Steigung nach oben, wo wir zunächst unsere Wanderhöhe erreichen sollten. Dieser Weg führte über unendlich viele Stiegen hoch über den Rhein und oben angekommen durften wir den ersten tollen Blick auf die Stadt und den Fluss genießen. Weiter ging es nun erst einmal auf der Höhe immer entlang des Rheines bis zur Loreley, wo wir auch unsere erste längere Rast einlegen konnten.


Erste Verschnaufpause



Nach der Loreley wurden wir erst mal des Campingplatzes verwiesen, wo während der Vorwanderung noch der Weg lang ging, inzwischen aber verlegt worden war.

Bis dahin war es ja noch kein Problem. Wieder weiter immer mit Blick auf den Rhein erreichten wir den nächsten Rastplatz an einer Felsengruppe, wo wir schon einmal Sicht auf ein Tal hatten, dass uns nun bevor stand. Auf der anderen Seite konnten wir bereits sehen, wo wir irgendwann mal ankommen sollten. Doch bis dahin sollte uns der Weg dann noch unendlich lang vorkommen.



Rast vor dem Urbachtal


Erst mal wieder nach oben und dann heftigst nach unten, durch ein schönes Tal. Die nächste Steigung ließ nicht lange auf sich warten und von der Vorwanderung her hatte ich diese Steigung nicht mehr so heftig im Kopf, wie sie denn doch war. Aber wir schafften es alle und konnten Stunden später den Blick auf unseren vorherigen Rastplatz genießen. Hier war aber noch keine Rast vorgesehen, die sollte erst kurz darauf sein.




Auf den Felsen


Den Überblick behalten


Die Rast tat gut und frisch gestärkt konnte es weiter gehen. Nach einer Weile hieß es dann halt, denn unser Wanderleiter musste erst mal einen Weg auskundschaften, der nicht ganz offensichtlich zu finden war. Die Möglichkeit, bereits hier in den Felsen einzusteigen, die lehnten wir ab, weil wir hier keinen Weg finden konnten. Diesen fanden wir kurze Zeit später etwas weiter oben. Und hier wurde es dann so richtig heftig und für mich persönlich auch sehr stressig, denn der weitere Weg ähnelte einem Alpenpfad. Schmal und an der Seite recht heftig nach unten und das Geröll erhöhte noch die Schwierigkeit. Zugegeben, ich war heilfroh, wie wir diesen Weg hinter uns hatten.


Blick ins Tal


Und noch ne Rast



Der Rest der Strecke war dann nur noch Peanuts und nach einer knappen Stunde hatten wir dann unseren Ausgangspunkt Kaub auch schon wieder erreicht. Nach sieben Stunden Wanderung mit etwas über einer Stunde Pause sollte es auch für diesen Wandertag mit Schwierigkeitsstufe C+ auch langen. Zurück gelegt haben wir etwa 20 Kilometer, doch aufgrund der heftigen Gefälle und Steigungen kann man bestimmt sagen, dass die gefühlten Kilometer so bei 30 liegen könnten.



Tief unten liegt der Rhein



Am Ende der Tour hatten wir uns dann eine schöne Abschlusseinkehr verdient, die wir in Kaub einlegen konnten, bevor der Tag ausklang.



Langsam werden sie aber doch müde ;-)


Fazit der Tour: Eine wunderschöne Strecke für Leute mit viel Kondition, denen es nichts ausmacht, erst hoch, dann höher, dann tief, dann wieder hoch und dann soft wieder runter zu Wandern. Wer wie ich mit Höhenangst zu kämpfen hat, dem ist der schmale Alpinpfad nicht zu empfehlen, doch gibt es hierfür eine Ausweichstrecke.

Hotti

Bilder von Ulli