Große Hochtaunustour


1. Juni 2003


20 km, 15 Teilnehmer, über 600 Höhenmeter überwunden, höchster Punkt 898 Meter, Start bei etwa 260 Meter und das alles bei ca. 30 schwülen Grad.

Zu wenig geschrieben? Ein paar mehr Infos zu dieser Tour gefällig?

Also gut, dann will ich mal nicht so sein. Treffpunkt war um 11 Uhr am Parkplatz Oberursel Hohemark. Nachdem wir auch noch die letzten an der U-Bahn-Station einsammeln konnten, ging es auch schon los. Zunächst einmal führte uns ein zart ansteigender Weg in Richtung des Feldberges. Wer die Gegend ein bisschen kennt, der weiß, dass wir nun nicht mehr lange von heftigen Anstiegen verschont werden sollten.

Und so kam es denn auch, denn nach kurzer Zeit eröffnete uns unser Tourleiter, das wir nun den Berg hinauf mussten, um den Feldberg zu erklimmen. Und dieser Weg hatte es in sich. Ab und zu mal eine Verschnaufpause und um zwei hatten wir ihn dann auch erreicht. Den höchsten Punkt des Taunus. Den Feldberg. Mit 898 Metern auch der höchste Punkt dieser Tour. Hier gönnten wir uns nun eine Eis- oder Radlerpause. Mittendrin im Tourismus waren wir nun. Viele Motorradfahrer, viele Radler, na ja und auch ein paar andere Menschen, die mit ihren Autos den Weg nach oben genommen hatten.

Nach einer halben Stunde blies der Tourleiter dann auch bereits wieder zum Abmarsch, der uns nun nach unten zum Fuchstanz führte. Hier hätten wir bereits wieder einkehren können, was aber keiner wollte, denn so lang war denn nun die letzte Rast auch noch nicht her. Also mit frischen Schritten weiter, immer im Visier der Altkönig, der nun unser nächstes Ziel sein sollte.

Und auch dieser Weg hatte es in sich. Hatten wir vom Feldberg hinunter wieder viel an Höhe verloren, so mussten wir nun wieder hinauf auf 798 Meter. Ein Weg mit vielen Steinen, die man uns in die Tour gelegt hatte.

Aber wir wären nicht die Streetmillboys, wenn wir das nicht auch noch geschafft hätten. Ein wenig außer Puste erreichten wir nun den zweiten Höhepunkt unserer Tour. Selbstverständlich gönnten wir uns auch hier wieder eine etwas längere Rast. Von hier aus hatten wir den direkten Blick auf den Feldberg und waren ganz erstaunt, wie weit er nun von hier aus aussah und wie rasch wir den Altkönig erreicht hatten.

Tat die Rast auch noch so gut, irgendwann mussten wir weiter und von nun an ging es wirklich stark bergab mit uns. Gegen kurz nach halb sechs erreichten wir erschöpft, aber voller Stolz wieder den Parkplatz Hohemark. Hinter uns lag eine Strecke von 20 km und 600 Höhenmetern, so das man die gefühlten Wanderkilometer durchaus als wesentlich mehr einschätzen konnte.

Der Wanderung schloss sich nun noch eine Fahrt nach Frankfurt-Höchst an, wo wir bei Äppelwoi in herrlicher Höchster Schlossplatzatmosphäre den Tag so richtig gemütlich ausklingen lassen konnten.

Fazit der Tour: Eine gelungene Tour, mit viel Anstieg, die sehr viel an Kondition von den Teilnehmern abverlangte. Damit war die Einstufung in Schwierigkeitsgrad C auf jeden Fall gerechtfertigt. Die Wege führten fast nur durch den Wald, was bei dem heißen Wetter nicht besser sein konnte. Wären an diesem Tag noch Feldwege mit im Spiel gewesen, so hätte der eine oder andere sicher die Bergwacht des Feldberges in Anspruch nehmen müssen. Glück hatten wir auch mit der Auswahl des Tages, denn einen Tag vorher wären wir ertrunken in den Wassermassen, denn laut den Nachrichten hatte es am Samstag 60 Liter auf den m² geregnet. Dazu noch Blitz, Donner und Hagel, das wäre nicht fein gewesen.

Man muss nicht weit fahren, um schöne Gegenden zu erkunden, denn auch der Taunus hat viele schöne Seiten. Freuen wir uns auf die nächste Tour in dieser Gegend, mit der wir bestimmt wieder im nächsten Jahr rechnen können.

Hotti