Auf dem Donnersberg


27. April 2003


Wer sich zu dieser Wanderung angemeldet hatte, der zweifelte nach dem Wetterbericht erst einmal, ob er wirklich zum Treffpunkt fahren sollte.

Trotzdem trafen sich 17 wanderwütige Wasserratten unterhalb des Donnersberges, zunächst einmal wagte sich aber keiner aus dem Auto, denn es goss wie aus Eimern.

Jetzt gab es aber kein zurück mehr. Kurz nach elf öffneten sich einige Wagentüren und die Mutigsten wagten den Schritt ins Nass. Kaum waren wir ausgestiegen, da hörte es auch schon auf mit den Wassermassen und es tröpfelte nur noch ein wenig.


Auf dem Kaiserstuhl sitzt man gut...



Nun konnten wir uns also auf den Weg in Richtung des Gipfels machen. Der Pfad führte erst einmal eine ganze Weile nur bergauf. Vorbei an einem Riesenfernsehturm, der weiter oben in den Wolken verschwand und einer Lauschstation mit vielen Antennen, erreichten wir dann schließlich den Kaiserstuhl, den höchsten Punkt des Donnersberges und gleichzeitig mit 687 Metern auch den höchsten Punkt unserer Wanderung. Leider war die Fernsicht nicht ganz so gut wie bei der letzten Wanderung beim Schloss Johannisberg, von wo aus wir drei Wochen zuvor bei besserem Wetter gerade noch so den Donnersberg, unser heutiges Ziel, in ca. 42 KM Luftlinie sehen konnten. Umgekehrt konnte man das Schloß im Rheingau jetzt nur erahnen hinter den Wolken und dem Dunst. Trotzdem genossen wir von hier aus eine wunderschöne Aussicht ins Umland. An dieser Stelle fand denn auch die erste längere Rast statt.




Leckeres aus dem Rucksack


Etwas Wärme tanken ;-)


Ab hier ging es danach erst einmal ein wenig bergab, bevor wir die nächste Steigung erklimmen konnten. Überhaupt folgten jetzt abwechselnd einige leichtere Aufs und Abs.

Unser Wanderleiter Michael führte uns zum nächsten Höhepunkt, Burg Falkenstein, die wir von hinten herum eroberten, denn die Hauptstraße des Ortes mit 25% Steigung nach da oben mochte keiner von uns hinaufschlendern, wie es in der Wanderankündigung so schön hieß. In der Burg dann schloss sich die nächste Rast an. Und wieder einmal wurden wir von einigen anderen Burgbesuchern mit neugierigen Seitenblicken bedacht. So viele Männer und keine Frauen dabei? Und einige Männer auch noch in trauter Zweisamkeit?


Wie die Hühner auf der Stange...


Von Falkenstein aus ging es dann weiter Richtung Marienthal. Schon wieder ein Anklang an die vorige Tour, die beim Kloster Marienthal begann. Unterwegs ließ es sich Andreas nicht nehmen, ein paar Pferden am Wegrand seinen letzten Apfel anzubieten. Die drei Tiere kamen nämlich schnurstracks an den Zaun gelaufen, als wir dort vorbeimarschiert kamen. Wir waren ihnen wohl sympathisch.



Begegnung am Wegrand


Kleine Zwischenrast



Als nächstes folgte noch einmal ein etwas steilerer, aber kurzer Pfad, und dann ging es auch schon wieder um den Donnersberg herum in Richtung Parkplatz. Da wir noch etwas zu früh dran waren, wurde eine letzte Rast auf einer Wiese eingelegt.




Wofür Wiesen alles gut sind...


Zurück bei den Autos verteilte Michael an jeden Fahrer eine Skizze, wie er zum Lokal der Abschlusseinkehr kommen würde. Die Fahrt dorthin über eine nur für 1 ½ Autobreiten ausgelegte Straße zurück nach Falkenstein war ein kleines Abenteuer für sich, denn wir hatten Gegenverkehr…

Das Lokal selbst bot uns dann zum Abschluss hinter einer wandhohen Fensterfront noch einmal einen grandiosen Blick hinunter in das Hügelland rund um den Donnersberg.

Fazit der Tour: Gute Organisation, sehr schöne Wege, tolle Blicke, und letztendlich auch noch ein Wetter, mit dem wir sehr gut leben konnten. Nicht zu warm und auch nicht zu kalt. Bei dieser Tour blieben keine Wünsche offen. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Danke schön an den Organisator der Tour, der uns mit dieser Strecke eine besonders schöne Variante ausgesucht hatte.

Hotti/Ulli

Bilder von Ulli