Weihnachtsmarkt in Heidelberg

8. Dezember 2002



Etwas besonderes im Programm der Streetmillboys sollte dieser Ausflug zum Weihnachtsmarkt in Heidelberg werden. Ist er denn auch geworden. Aufgrund der geringen Teilnehmerzahl sogar etwas sehr besonderes. Diese Veranstaltung hatte so einen Tatsch in die alte Zeit der Gruppe, wo wir unsere Touren mit wenigen Leuten gemacht hatten.

Dies tat dem ganzen jedoch nichts ab. Ganz im Gegenteil. So schafften wir es, während des ganzen Tages zusammen zu bleiben.

Doch mal ganz von vorne. Treffpunkt war am 8.12.2002 am Hauptbahnhof in Wiesbaden, wo wir zu dritt den Zug besteigen sollten. Sollten ist der richtige Ausdruck, denn aufgrund einer Betriebsstörung hatte die ursprünglich ausgewählte S- Bahn Verspätung, so dass ich mich spontan entschied, die Bahn über Mainz nehmen. Eine gute Entscheidung, denn sonst wären wir nicht mehr rechtzeitig nach Frankfurt gekommen, wo wir die restlichen drei Teilnehmer treffen wollten.

Durch ein kleineres Kommunikationsproblem galt es vor dem Umsteigen noch ein kleineres Problem zu lösen, denn 6 Personen ist bei der Bahn eine sehr ungünstige Teilnehmerzahl. Also holte ich noch eine separate Fahrkarte, was einen sehr hektischen Hauch hatte. Wie das immer im Leben so ist, stellt man sich natürlich an der Schlange an, wo die Leute vor einem die kompliziertesten Fragen haben. So war dies auch bei mir. Dazu kam dann auch noch, dass die Dame hinter dem Schalter ihren Job sehr ernst nahm und wirklich alles abfragte, dass das Programm so zu bieten hatte.

Mit einem Spurt schafften wir gerade noch den Zug nach Mannheim-Friedrichsfeld. Das Umsteigen dort ohne größere Probleme. Ganz im Gegenteil! Wir hatten sogar noch 15 Minuten Zeit. Und schon nach zehn Minuten Fahrt standen wir dann auch in Heidelberg.

Hier schloss sich erst einmal ein kleiner Spaziergang in die Innenstadt an, noch ein paar lange Schritte durch die Fußgängerzone und schon hatten wir den ersten Teil des Weihnachtsmarktes erreicht. Viel war noch nicht los, denn wir waren so kurz nach zwölf eingetroffen. Auf diesem ersten Markt kamen wir dann auch zu unserem ersten (und auch einzigen) Glühwein und einer Bratwurst. Von dort aus zogen wir dann weiter zum zweiten Markt und schließlich auch noch zum Kinderweihnachtsmarkt.

Der Heidelberger Weihnachtsmarkt ist über drei Plätze verteilt. Was man an allen drei Stellen total viel fand, waren Würstchenbuden. So richtige Weihnachtsartikel waren eher in der Minderheit, deshalb fand ich den Markt persönlich eigentlich nicht ganz so schön. Dafür finde ich aber Heidelberg als Stadt sehr schön, deshalb war ja auch die Wahl des Weihnachtsmarktes auf Heidelberg gefallen.

Mit dem Wetter hatten wir an diesem Tag riesiges Glück, denn es war eisekalt. So kalt, dass wir es dann auch vorzogen, gleich in einem Kaffee zu verschwinden und den Tag dort ausklingen zu lassen.

Zwei Stunden früher als geplant zog es uns nun auch bereits wieder zum Bahnhof zurück. Bahntypisch hatte der Zug mal wieder Verspätung, also bibberten wir erst mal wieder darum, ob wir denn auch in Mannheim unseren Anschlusszug bekommen würden. Wir schafften es und auf ging es in Richtung Frankfurt. Ausnahmsweise mal sehr pünktlich. Doch halt, wenn der Zug schon auf der Strecke keine Verspätung hat, dann bleiben wir eben mal vor dem Frankfurter Hauptbahnhof stehen und warten so lange, bis wir Verspätung haben, was das Umsteigen für die Wiesbadener wieder zu einem kleineren Spurt veranlasste um doch noch den Regionalexpress zu bekommen. Auch dies schafften wir fast problemlos und so trafen wir denn auch gegen halb sieben wieder in Wiesbaden ein.

Fazit: Es war ein Versuch, dem Wunsch nach dem Besuch eines Weihnachtsmarktes nachzukommen. Letztendlich wären wohl bei einer normalen Wanderung mehr Teilnehmer dabei gewesen. Deshalb im Jahr 2003 kein Weihnachtsmarkt mehr, sondern wieder eine Wanderung. Heidelberg empfiehlt sich schon für einen Besuch, vor allem im Sommer, wenn nicht alle so vermummt herum laufen. Schloss einschließlich Wiese davor und auch die Innenstadt selbst stellen für den Betrachter einen wahren Genuss da, weil es schon arg viele Studenten gibt. Man hat da also wirklich was fürs Auge!

Hotti