Siebenbrückentour

1. Januar 2002



Diese Tour kennen einige von uns schon fast im Schlaf. Mal haben wir sie im Sommer im Programm, aber seit zwei Jahren eigentlich immer an Neujahr, was auch weiter so bleiben soll.

Getroffen haben sich an Neujahr dreizehn Mutige, die den Weg aufs Glatteis gewagt hatten. Los ging es an der Kasteler Reduit um 15 Uhr, also zu einer durchaus menschlichen Zeit nach den Silvesterfeiern. Die erste Brücke kam dann auch relativ rasch und führte uns auf die Maaraue, eine Insel im Main, wo man im Sommer ein schönes Freibad besuchen kann. Die Strecke führte zum größten Teil am Main entlang, obwohl man von diesem nicht unbedingt soviel mitbekam, denn der Weg erforderte volle Konzentration, um sich nicht aufs Allerwerteste zu setzen.


Vater Rhein im Frost



Nach einiger Zeit erreichten wir die zweite Brücke, die uns von der Maaraue herunter nach Kostheim brachte und weiter ging es zur nächsten Brücke, die wir nutzten um nach Gustavsburg und anschließend weiter zur Eisenbahnbrücke zu gelangen. Letztere hatte es dann auch ganz gewaltig in sich, denn auf der Brücke war es Spiegelglatt und fast konnte man stehen bleiben und gelangte doch auf die andere Seite. Erstaunlich viele Jogger und sogar teilweise sehr gutaussehende schafften es gar im Trapp über die Schlittschuhbahn zu sausen.

Diese Anstrengung führte uns auf direkten Wege in das Hotelcafe am Rosengarten, wo wir für die gesamte Gruppe einen wunderschönen Tisch hatten, und nicht mal vorher reserviert!.

Brr..., ist das kalt, dieser Winter...



Und hier an dieser Stelle nahm dann das Abenteuer seinen Lauf, denn beim Bezahlen wurde es dann lustig. Für uns war es Premiere, mit dem Euro zu zahlen. Einige zahlten in Euro, andere zahlten in DM. Die arme Kellnerin musste ständig wieder davon laufen an ihre Kasse um sich die Rechnungen zu ziehen. Die letzten hätten auch beinahe gelitten, denn die kleinen Scheine waren fast aus. Aber es ging noch auf. Aber nun hatten wir auch verstanden, weshalb uns eine Angestellte des Hotels auf unsere Frage, ob denn das Kaffee geöffnet sei, antwortete, dass das Kaffee um 18 Uhr schließen würde. Und das war um viertel nach vier.

Warten auf die Nachzügler ;-)



Nachdem wir die Hürde des Bezahlens genommen hatten, ging es wieder zurück in Richtung Rhein, wo wir dann zurück zur Theodor-Heuss-Brücke rutschten und über diese wieder zurück zu den Autos kamen.

Hinter uns lag ein Spaziergang von knappen sechs Kilometern, der aufgrund des glatten Untergrundes fast anstrengender war, wie eine große Tageswanderung, weil man echt total aufpassen musste. Um kurz vor sechs war schließlich auch schon wieder die Stunde des Abschieds gekommen.

Damit können wir Tour Nummer eins des Jahres 2002 zu den Akten legen und uns schon mal auf die nächste Tour freuen.


Hotti

Bilder von Ulli