Auf und ab bei Oberwesel und St. Goar


25. August 2002



Es gibt Dinge, die hält man für unglaublich: Unser CM war bei unserer heutigen Wanderung nicht mit dabei. Nein nichts schlimmes: er hatte einen anderen wichtigen Termin und musste uns leider absagen.

Dennoch trafen sich 16 Wanderer, darunter ca. 30% Neue, für die ca. 22 km lange Strecke, die ein weiteres Mal von unserem Ulli geleitet wurde. Entgegen des Wetterberichtes war es angenehm warm, kein Regen, ab und zu Sonne.


Frische Beeren vom Strauch



Viertel nach 11 gings los durch die alte Stadtbefestigung und ausserhalb von Oberwesel entlang des Weges gab es selbstgebaute Wasser-und Windmühlen zu sehen. Im wesentlichen ging es auf teilweise nassem Weg stetig bergauf. Doch dann kam sie, die erste Rast. Dazu begaben wir uns abseits des Weges auf eine kleine Felsengruppe.


Hoch hinauf



Gestärkt ging es weiter: bergauf, bis zum sogenannten "Spitzen Stein", dem höchsten Punkt der Tour; danach sollte es "im Mittel" bergab gehen. Naja, gemittelt halt. Einige kletterten auf eine Felsengruppe um eine noch bessere Aussicht auf die Pfalz bei Kaub zu erhalten, oder auch um ein Gespräch zu tun?


Am höchsten Punkt


Weiter gings, mal hoch mal runter, doch wie bereits zuvor hatten unsere Beerensammler alle Hände und Münder voll zu tun. Auch Pilze konnten sie von anderer Flora unterscheiden...

Dann kam der Steilhang, dem ich eine Schräge von 45 zutraue. Wer seine Wanderstöcke dabei hatte konnte aufrecht gehen. Die meisten mussten ihre Hände auf den Waldboden aufsetzen. Keuchend wurde auch diese Stelle überwunden. Irgendwann ging es dann wirklich hauptsächlich bergab. Und wieder hoch zum Aussichtspunkt über St.Goar bei Biebernheim. Wir rasteten dort, nutzen die Zeit zu ausgiebigen Gesprächen und schauten den Schiffen und der Fähre bei ihrem Tun zu.


Was man am Wegrand so alles essbare findet...




Doch bald ging es weiter, parallel zur Rheinschleife um die Loreley, auf die wir mehrfach Blicke werfen konnten. An einem weiteren Aussichtspunkt gab es den "optimalen" Blick auf sie und die Steilhänge des Rheintals. Es ging bergab, aber Ulli hatte noch einen "kleinen" Anstieg in petto. Dieser beanspruchte noch mal Körper und das Durchhaltevermögen, aber wir wussten: gemittelt geht es bergab. Dann aber konnten wir Oberwesel erblicken und überquerten offenes Gelände, auf dem Kunstwerke verschiedener Künstler aufgestellt waren.


Jetzt gehts aber wirklich nur noch abwärts



Leider hatten wir keine Zeit uns mit moderner Kunst auseinanderzusetzen, war es doch etwas spät geworden. In Oberwesel, das wir an anderer Stelle der Stadtbefestigung betraten, verließen uns ein paar Wanderer, die anderen brachten ihrer Rucksäcke zum Auto und suchten danach die "Historische Weinwirtschaft" auf, um sich dort das Abendessen einzunehmen. Es wurde dann doch recht gesellig, so dass wir etwa 2 Stunden dort verblieben und danach mit einem Spaziergang am Rhein die Tour ausklingen ließen. Meinen Dank an die Organisatoren dieser Tour und die Vorwanderer, die die Tour für uns entschärft haben.

Rainer O.

Bilder von Ulli