Hopp hopp hopp, Truppe lauf Galopp oder aber auch:
Tunten im Dschungel


14. Juli 2002



Am Sonntag, 14.07.2002, genau einen Tag nach dem CSD in der hessischen Landeshauptstadt fand das statt, was man im Fernsehen als Sommerloch, sprich Wiederholungen nennt. Ein Klassiker unter den Wanderungen wurde wiederholt. Diesmal führte uns die Einladung des Organisatoren nach Niederhausen an der Nahe. Vorab hatten einige schon ihre Zugfahrt nach Niedernhausen geplant. Hatte den Unterschied, dass wir uns da nicht getroffen hätten, denn das Niedernhausen liegt im Taunus, unser Niederhausen an der Nahe und vor allem ohne "n" mitten drin.

Relativ pünktlich starteten wir mit der Wanderung und es ging wie sollte es anders sein erst einmal nach oben, schließlich will man ja mal was sehen, von der Gegend, die man da gerade so erwandert.


CM und Toni



Etwa eine dreiviertel Stunde später erreichten wir schon das erste Ziel unserer Tour, den Schmitten-Stollen, ein altes Bergwerk. Dummerweise war die Führung gerade erst eine viertel Stunde weg und nach uns sollte eine größere Gruppe kommen, so dass die Schalterdame in den Stollen hinein rief und der Führer durchgeben musste, wo er sich gerade befand, was er nach mehrfacher Aufforderung dann auch tat.

Und nun musste alles schnell gehen. Wir mussten die Helme aufsetzen und dann auf auf allein durch den Stollen der Gruppe hinterher hechten. Irgendwann hatten wir es auch geschafft und fanden den Führer, der schon mitten im Vortrag war. Er hatte aber doch noch Einsicht mit uns und zeigte uns wenigstens noch einmal den Höhepunkt der Höhle.

Nach der Führung drängten wir dann auch gleich zum Weitermarsch, schließlich hatten wir ja noch einige Kilometer vor uns.

Kurze Hosen sind angesagt



Aber jetzt mussten wir uns erst mal eine Rast verdienen und einen Berg erklimmen. Nach dieser Steigung haben die Brote besonders gut geschmeckt. Ulli hatte aber noch mehr Steigungen im Gepäck, so kam es, dass nach dieser Erholung der Weg immer weiter nach oben führte. Na ja, immerhin hatte man von dort oben eine geniale Aussicht.

Jetzt kam es, der Abstieg, über schmalen Pfad, durch den Regen der Tage davor bedingt auf sehr glitschigem Untergrund ging es mit Huch und Huchchen und Ach du lieber Gott wieder talwärts. Wenigstens haben wir es alle ohne größere Stürze überlebt

Pfad durch den Steinbruch



Drei auf der Wiese



Ein Abstecher führte uns einige Kilometer über eine Straße zur Ruine Montfort, wo uns mal wieder ein steiler Aufstieg erwartete. Oben angekommen war wieder eine längere Rast angesagt, bevor es über gleichen Weg an der Straße entlang wieder Richtung Wald ging. Endlich zweigte der Weg wieder von der Straße ab und wir konnten zurück auf ungefährliche Wege, dachten wir wenigstens, hätte Ulli da nicht auf den letzten Kilometern noch eine Schikane in Form von Bewältigen eines Dschungels mit Brennesseln usw. eingebaut. Da hatten wir aber echt unseren Spaß und lustige Erlebnisse mit Hängen bleiben, diversen Ästen die plötzlich und unerwartet herunter Krachen und erst auf den Kopf und dann den Arm fallen, einer Mauer und dann doch wieder einen guten Weg.

Rast im Burghof

Unsere Autos erreichten wir nach einer Wanderstrecke von guten 20 km wieder so gegen halb sechs.

Zur Abschlusseinkehr hatte sich Ulli wieder einmal die Trollmühle in Münster-Sarmsheim ausgeschaut. Dort dachten wir, am verkehrten Tisch zu sitzen, denn alles war wunderschön eingedeckt, so wie man sich eine Hochzeit fast schon wünschen würde. Brautpaar war an diesem Abend übrigens Reinhold und Andreas. Den beiden noch mal nachträglich viel Erfolg in ihrer Ehe :-) Den Brautschleier hatte Andreas ja schon in die Menge geschmissen, so hatte es jedenfalls die Frau Wirtin gesehen.

Fazit der Wanderung: Eine tolle Strecke, die Straße etwas gefährlich, aber das war nicht voraus zu sehen, weil dieses Stück zusätzlich dazu gekommen ist und nicht vorgelaufen war. Der Ausflug in den Dschungel hat einen Riesenspaß gemacht. Wünschen wir uns noch mehr solcher Touren! Das Wetter war allen Wetterberichten zum trotz gut, denn es regnete nur die letzten zehn Minuten. Laut Aussage von Personen, die nicht an der Wanderung teilgenommen hatten, war das Wetter in Mainz oder Wiesbaden sehr bescheiden, denn es regnete den ganzen Tag. Glück gehabt.

Hotti

Bilder von Ulli