Auf und ab bei Kiedrich

21. April 2002



Die starken Regenfälle an den Tagen vor der Wanderung ließen unsere ganze Hoffnung auf den Wetterbericht, der Sonne versprach, setzen. Wir hatten Glück: bei sonnigem Wetter trafen sich 18 Wanderer und sowie Sox und Tibbi. Während den Begrüssungen hakte unser CM (Club-Manager) die Teilnehmerliste ab und während des Wartens auf die übrigen setzte der allgemeine Informationsaustausch ein. Doch nachdem alle anwesend waren, "nullte" der CM den Kilometerzähler und los gings.

Meist aufwärts. Obwohl diese Wanderung bereits an Ostern 2000 ausgeführt wurde, waren die Anstiege seitdem nicht flacher geworden. Dies und die wärmende Frühlingssonne förderten das Wandern in T-Shirts. Schräg unter uns verlief ein Bach, der uns zu einer Wiese führte, die leider noch zu nass war um sich zu setzen. Also Stehrast. Autor setzte sich auf großen Stein und rückte um großzügig Platz anzubieten: damit lernte ich auch wieviel Wasser von Moos gespeichert wird. Die Hunde jagten gemeinsam EINEM Stock hinterher und brachten somit ganz schön Bewegung in die Wanderer.


Also zogen wir weiter (aufwärts) zum nächsten Rastplatz und konnten die ergrünende Natur, deren Baumkleid noch nicht voll ausgeprägt war genießen. Bei der Rast kam es nach dem Verzehr zu einigen Balzritualen und Sox sowie Tibbi erinnerten sich des "Stock-Spiels". Diejenigen, die auf der Bank saßen, genossen den Frühling mit etwas Sekt. Neid, Neid. War dies die Motivation eines weiteren Wanderers uns während der nächsten Rast zu zeigen, wie man aus der Flasche mit abgespreiztem Finger trinkt? Nun die Performance ging leider daneben, hatte aber Heiterkeits-Faktor.

Die Wiese der nächsten Rast war soweit trocken, dass man sich setzen, Päärchen legen konnten. Drei hatten wohl zu viel Energie: sie spielten Frisbee. Woran Tibbi und Sox großes Interesses hatten; ähnelt es doch dem "Stock-Spiel". Kurz darauf gings weiter (also nach oben) zur Hallgarter Zange und alle verwendeten ihren Atem zum Wandern. Wirklich alle? Nein. Eine Stimme schwebte unermüdlich über unseren Köpfen. Erstaunenswert diese Ausdauer. Andere hatten Visionen von Taxi, nachher im Bad liegen und dergleichen. Oben angekommen, stellten wir fest: immer noch kein neuer Pächter! Eine kurze Rast gab uns die Kraft für den Abstieg zum Kloster Eberbach. Da die Zeit drängte (außerhalb der Funklöcher hatten wir Kontakt zum Restaurant aufgenommen) marschierten wir weiter und nahmen den letzten "Berg" in Angriff. Hier und auf dem Weg entlang der Wiese zeigten einige ihre jugendlichen Reserven: sie sprinteten. Doch dann: der höchste Punkt überschritten, nur noch bergab (strengt auch an) und wir kehrten zu den Autos zurück. Was freuten sich die Autos uns wieder zu sehen. Beim abschließenden Abendessen kam mann wieder zu Kräften und unterhielt sich gut. Fazit: Eine sehr schöne Wanderung (26,5km), die gut verlief und Informationen über individuellen Zustand, sowie Muskeln, Sehnen und Bänder lieferte.



Rainer O.