Plitsch, Platsch, Tropf...



WANDERUNG SAALBURG- HERZBERG- HESSENPARK- SAALBURG

25. März 2001





Zunächst einmal möchte ich mich entschuldigen, dass ich an den letzten beiden Wanderungen nicht teilnehmen konnte. Ich wäre ja gerne dabei gewesen , aber just zur Wanderung, wo es zur Grube Messel ging, hatte ich das, worüber Damen nie reden, wenn sie es haben und dann jeder genau weiß, was sie haben.

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Ja und bei der Klosterwanderung, da hatte ich ja schon mein Täschchen gepackt und aufgeschnürt, aber nachdem ich die erste Pfote vor die Tür gesetzt hatte, da stand meine Entscheidung fest. Nein, bei so einem Wetter, Schnee, Regen und kalt, da mache ich mir nur mein Kleid schmutzig und das ist mir wohl nicht zuzumuten, schließlich bin ich eine von Glanmorgan. Meine Mutti würde sich schämen, mich so schmutzig anzutreffen.

Ja, und heute da musste ich dran glauben, denn die erste Begegnung an diesem Tag hatte nichts mit Regen zu tun. Nachdem wir noch drei wanderfreudige Herren eingeladen hatten fuhren wir dann auch ganz rasch zu unserem Treffpunkt. Und je näher wir diesem Treffpunkt kamen, um so mehr Wolken kamen auf. Das Ende vom Lied war, als wir auf dem Parkplatz eingetroffen waren, regnete es. Eigentlich hätte ich im Wagen sitzen bleiben sollen, das wäre für alle Beteiligten die beste Lösung gewesen.

Was mussten da meine alle Menschen entzückenden Hundeäuglein sehen, da stand doch Flix auf der gegenüberliegen Trottoirseite und aus unserem Kofferraum da stieg der Sox aus. Also nein. Nicht gerade mein Tag. Dieses Wetter, wo man doch keinen Whippet vor die Tür schickt und dann noch diese zwei ungestümen Rüden, aber es kommt ja noch besser, darüber aber ein wenig später.

Zunächst möchte ich mal ein paar Daten zur Wanderung los werden. Getroffen hatten wir uns an der Saalburg. Die Wanderführer, Herr Jürgen und Herr Peter begrüßten zunächst einmal die angereisten Herrschaften zur Wanderung und dann ging es auch schon los, natürlich nicht, ohne die Ablaufgenehmigung des werten Herrn Clubmanagers Hotti eingeholt zu haben. Eigentlich ist die Wanderung rasch beschrieben, denn von der Landschaft sah man eigentlich nur sehr wenig. Die unterschiedlichen Schirme waren aber durchaus sehr interessant. Und das wollen Männer sein, laufen bei so ein bisschen schlechtem Wetter mit dem Schirm umher. Sollten sich allesamt mal ein Beispiel an mir und meinen Leidenskollegen nehmen. Aber weiter zur Wanderung. Von eben genanntem Ort trappten wir also raschen Schrittes zur Jupitersäule und dann hurtig bergan zum Marmorstein, wieder hinunter und dann hinauf zum Herzberg und nun von dort über teilweise glitschige (!!!) Wege wieder hinunter zum Hessenpark.



Alles sehr nette Wege, aber nun versetze man sich mal in meine missliche Hundedamenlage. Ich versuche das mal kurz auf den Menschen zu übersetzen. Man mag jemanden nicht so besonders, und der redet trotzdem ständig auf einen ein und begrabscht ihn sogar. Da muss man doch sauer werden. Bin ich dann auch, als der Sox ständig auf mich los gerannt ist. Habe ihn ins Ohr gezwickt und er hat sogar aufgeweint. Geschieht ihm recht, hätte mich eben gehen lassen sollen.


Und dann kam der Tageshammer. Auf dem Programm stand Besichtigung des Hessenparks. Darauf habe ich mich schon während der ganzen Wanderung gefreut. Hängt doch da ein Schild am Portal (ich konnte es nicht lesen, da es in Whippetunfreundlicher Lesehöhe hing), dass aufgrund dieser Maul und Klauenseuche wir Hunde im Museum unerwünscht seien und wieder gehen sollten. Zunächst ließ sich unser Oberhäuptling nicht von diesem Plakat beeindrucken und setzte den Weg zum Lokal fort. Da die Spitze den falschen Lokaleingang gewählt hatte, wurde der hintere Teil von so einem Jungparkwächter angehalten und des Parkes verwiesen. Anweisung der Geschäftsführung. Auch der Hinweis, dass dem Lokal nun für 16 Personen der Umsatz entgehen würde beeindruckte nicht. Zwei Hundepapas zogen schon wieder voller Zorn vom Gelände- so sind sie die Männer, kaum greift man sie mal an, schon lassen sie nicht mehr mit sich reden- da kam von unserem Prof. der Ruf, dass auch wir Hunde mit in das Lokal durften. Der Gute, er hat wahrscheinlich seinen Presseausweis heraus gezogen und mit Negativkritik gedroht. Weiß aber nicht. ob ich da recht liege, denn das Gespräch fand im Kämmerlein statt. Der Nachtwächter zog mit zornigen Blicken davon.



Na und dann haben wir da gesessen und gegessen. War ganz nett und vor allem trocken. Nach etwas mehr als einer Stunde ging es weiter und wieder zurück zu den Autos. Und da hat es wieder angefangen zu regnen. Deshalb werde ich mir bei der nächsten Wanderung im Spessart auch wohl besser einen Schirm ins Täschchen packen. Erst mal wirkt der Wunder und schreckt den Regen ab und ich kann ihn auch als Sonnenschirm benutzen, denn am Ostersonntag scheint ganz bestimmt die Sonne. Ihr kommt doch alle mit und besucht auch das Wirtshaus im Spessart, oder??

Bis dahin verbleibe ich huldvoll

Eure Pebbeline von Glanmorgan

Bilder von Ulli