Wanderung im Morgenbachtal

19. August 2001



Am Sonntag, 19.08.2001 trafen sich 22 wild entschlossene Wanderer zu einem Marsch im Morgenbachtal. Treffpunkt war der Parkplatz Bodmannstein im Binger Stadtwald. Nachdem alle eingetroffen waren, setzte sich die Meute gegen viertel vor eins in Bewegung. Raschen Schrittes eilten wir an der geplanten Picknickwiese für den Abend vorbei und sausten Richtung Tal.

Den am Wege liegenden Fußpfühlpfad Paarcourteen wir einfach der Eile wegen mit den Wanderstiefeln und gelangten nach etwa einer halben Stunde zum ersten Höhepunkt der Wanderung, einem Wirtshaus im Wald, an welchen wir aber vorbei zogen, denn unser Ziel war ein anderes.

Adlige Damen werden natürlich auf Händen getragen...



Nun ging es hinein in den schönen Wald. Wenn die Wanderung im Herbst statt gefunden hätte, dann hätten wir sogar den Rhein sehen können. Doch so manches Loch gab schon einen Blick frei.

Über diesen Weg gelangten wir zum Schweizerhaus, wo wir die erste Einkehr geplant hatten. Das Schweizer Haus liegt hoch über dem Rhein. Von dort hat man eine ganz tolle Sicht ins Tal hinunter bis Bingen oder gegenüberliegend auf Assmannshausen. Das Lokal ist nur für eine schnelle Einkehr für ein Getränk zu empfehlen, wobei der Unterschied zwischen Kaffee und Milchkaffee darin besteht, dass im Milchkaffee die Milch schon drin ist, während beim Kaffee die Milch in zwei Portionspackungen gereicht wird. Der schlechte Geschmack ist derselbe. Nachdem wir die Kellnerin mit dem Bezahlen überfordert hatten, war es schließlich doch noch jedem gelungen, die Wanderung ohne Zechprellerei fortzusetzen.

Der wunderschöne Pfad führte uns nun an der Burg Rheinstein vorbei, die wir an diesem Tag nicht besichtigen wollten. Wer sich aber für eine Besichtigung interessiert, der zahlt 6,50 DM Eintritt und hat den Einblick in eine schöne kleine übersichtliche Burg und kann im Burglokal diesmal einen wirklich guten Kaffee genießen. Leider muss man für das Kaffeetrinken eben genannten Eintrittspreis auf jeden Fall bezahlen.

Aber zurück zur Wanderung. Nachdem wir den schmalen Pfad direkt neben der Burg eingeschlagen hatten, ging es nun heftig nach oben. So heftig, dass sich die Gruppe nun ganz gewaltig auseinander zog. Am "Gipfel" warteten wir auf die Nachkömmlinge und ließen diese auch noch einen Moment verschnaufen bevor wir weiter eilten.

Nach etwa zehn Minuten waren wir am nächsten Rastplatz angelangt. Und genau hier fiel uns auf, dass da wer fehlte. Dieser wer waren, wie sich dann heraus stellte, acht Personen, die wir einfach mal so verloren hatten. Premiere bei den Streetmillboys. Acht Leute hatten wir noch nie verloren, das klang sehr nach Rekord. Ting lief noch einmal zurück, um nachzuschauen, ob er die verlorenen Schafe finden würde. Er kam allerdings nach einer Weile ohne die Abtrünnigen zurück. Wie schade.

Na ja, schweren Herzens und voller Trauer kauten wir schweigsam unsere Brote. Hajo sprach Michael auf die Mailbox, dass er, falls die fehlenden Abgestürzt seien, einen Krankenbesuch machen würde.

Unser Weg führte nach der Rast hinunter in das Morgenbachtal, dass wir nun eine Ewigkeit nach oben gingen. Dadurch, dass nun ein paar Leute fehlten, war das Tempo noch schneller. Am Ende des Tales ging es nun in die Steckenschläferklamm. Eine kleine Klamm mit vielen Brückchen. Oben angekommen überquerten wir die Straße und waren nach etwa einer halben Stunde am Parkplatz angekommen, wo uns die im wahrsten Sinne "dumm gelaufenen" wieder hatten.

Nun waren auch die Nichtwanderer eingetroffen und gemeinsam gingen wir auf die Wiese, wo unser traditionelles Sommerpicknick statt fand.

Der übriggebliebene Rest der Truppe ;-)



Fazit dieser Wanderung: Wir haben diesmal sehr gut in der Zeit gelegen, dabei aber wohl vergessen, dass man Natur auch genießen soll. Das Tempo war atemraubend und bedarf einer baldigen Überarbeitung, da wir sonst zu viele auf der Strecke stehen lassen müssen, was sehr schade wäre.



Hotti

Bilder von Ting