Schneerausch im Nerotal

21. Januar 2001

So kann es gehen...Bericht von einer Wanderung...

Da reicht man Papa Hotti mal die kleine Pfote und schon will er, dass ich Männchen mache. Hotti hat mir erzählt, dass ganz viele Männer ganz doll zufrieden waren mit meinem Wanderbericht von Arabella und Archibald an Neujahr. Und da hat er mir gesagt, ich soll doch auch noch den Bericht schreiben.

Alles so weiß hier...

An diesem Sonntag musste ich besonders früh aufstehen. Ich glaube, es war so gegen zehn Uhr. Entsetzlich war dass. Und dann hat mich Papa Rainer raus geschickt. Und was haben da meine kleinen Hundeaugen gesehen? Schnee! Schnee, wohin ich schauen konnte. Tapfer bin ich durch getrappelt. Ganz schön kalt, aber ich bin ja eine tapfere Hündin.

Um zwölf musste ich dann wieder raus und wir sind zum Nerotal gefahren, mit dem Auto. Dort standen schon ganz viele Leute, die auf uns warteten. Mindestens drei waren das. Mit der Zeit wurden das immer mehr. Und dann kam der Bus. Ich wollte meinen Augen nicht trauen, denn da war der Sox mit drin. Die trauen sich nicht mal mit dem Auto zu fahren, wenn ein bisschen Schnee liegt. Bin stolz auf meinen Papa. dass ich nicht in so einen blöden Bus krabbeln muss. Da im Bus war sogar Arabella mit drin. Sie hat mir dann auch gleich erzählt, dass sie dem schwarzen Ungetüm erst mal eins auf die Nase gegeben hat. Der Sox ist sowieso ein Flegel. Will immer gleich was von einem. Sagt nicht mal guten Tag. Ein bisschen Benimm gehört doch dazu, wenn man dem Adel gegenüber tritt. Na ja, und wie der Bus denn da war, da waren wir dann 29 Wanderer.

Rick und Sox
Kleiner Zwischenhalt

Wie eine Schulklasse sind wir dann ins Nerotal eingezogen. Upps, und gleich der erste Zwischenfall. Da war doch so ein blöder Mischling, der uns mit seinen zwei Papas entgegenkam. Die haben diese Töle gleich an die Leine geklemmt und total fest gehalten. Der Sox ist natürlich auf ihn zugesaust um ihn zu grüßen. Da fängt dieser doofe Mischling doch an, auf den Sox los zu gehen. Der böse Mann hat den Sox dann getreten und ganz doll rum geschrien, was für eine Scheiß Gruppe wir doch wären.Am liebsten wären wir ihm wohl an die Gurgel gesprungen, doch mit so Pennern soll man sich nicht abgeben und dann sind wir auch weiter gelaufen, und haben diese komischen Leute mit dem blöden Hund gar nicht mehr beachtet. Wir sind dann quer und kreuz, auf und runter durch das Nerotal gewandert und kamen an der Höhle raus. Dahinter stand eine Hütte, wollte aber keiner mit mir rein. Gut dachte ich mir, dann gehen wir eben weiter. Nach einer halben Stunde haben wir dann wieder so ein Haus gefunden. Und diesmal gab es dann endlich die Fleischwurst.

Ach herrje, und jetzt wurde es echt anstrengend, weil jetzt ging es nur noch bergauf. Uihh, war das anstrengend. Und gefährlich war das. Kurz vor dem Gipfel kamen uns so komische Holzdinger entgegen. Da wär ich gerne drauf gesessen. Bequem hat das ausgesehen. Und jetzt kam dann auch die Herausforderung für die Wanderer. Da ging es ganz steil hoch. Hihi und glatt war es da. Papa Hotti ist gar nicht weiter gekommen, da musste einer von hinten schieben. Und die kleine Arabella wäre beinahe erdrückt worden, weil sich ihr Herrchen in den Matschschnee werfen musste. Weiß auch nicht warum, hatte vielleicht keine Lust mehr. Na und da oben, da war es vielleicht grässlich. Lauter Menschen, dass waren bestimmt über 1000 Beine, die wo was ich gezählt habe.

Sooo viele schwule Wanderer...

An dem Wachhäuschen oben auf der Platte haben wir dann geschnauft und angehalten. Papa Rainer hat gesagt, dass wir jetzt am Ziel wären und ob wer einen Glühwein holen wollte. Sagte aber keiner das einer was wollte, also sind wir weiter. Mussten aber an der nächsten Ecke wieder halten und auf die drei Leute warten, die sich Glühwein kauften. Die waren lange weg. Weiß gar nicht, was da so lange dauert. Papi Rainer ist dann auch noch mal zurück und hat die Trinker mitgebracht. Und dann ging es weiter. Schon wieder bergauf, bis an die Chaussee. Dann ging es aber runter. Irgendwann mussten wir dann links abbiegen und zu so einen Aussichtspunkt. Alle haben da gestanden und sich die Sicht angeschaut. Verstehe gar nicht, was da so toll dran war. Hat mir ganz schön gezogen. Wird Zeit, dass ich endlich ein Mäntelchen krieg. Ich verkühl mir noch die Blase, wenn ich da immer im Zug sitzen muss.

Da waren noch zwei Damen, die sich auch die Sicht guckten. Die blieben da ganz lange stehen, und als wir weiter mussten, weil die Zeit drückte, da sind die auch weiter. Komisch, sehen die nicht, dass wir eine schwule Männerwandergruppe sind habe ich mir gedacht. Die sind dann auch immer bei uns geblieben, bis fast ans Ende. Am Waldhaus sind sie dann weg gegangen und wir sind weiter gegangen. Nach einer Weile kamen wir dann wieder an die Straße. Hotti wären es am liebsten gewesen, wenn wir uns an der Ampel in 2- er Reihen aufgestellt und dann händchenhaltend die Straße gequert hätten. Haben es aber auch so geschafft. Na ja, und von der Straße war es dann nicht mehr weit, bis in die Abschlussessen. War eine schöne Wanderung und freue mich jetzt schon ganz schön auf die nächste. Vielleicht ist es bis dahin dann schon viel wärmer.

Nach der langen Steigung...


Bis dahin viele Liebe Grüße von Pebbels von Glanmorgan.

Maskottchen der STREETMILLBOYS.

Bilder von Ulli

Warten auf den Rest...