Mehrtageswanderung in Hirschhorn

24. bis 27. Mai 2001



Rast hoch über dem Neckar



Die diesjährige Mehrtagestour führte uns nach Hirschhorn am Neckar.

Am Donnerstag

startete die Wanderung zunächst einmal mit einem Abstieg über 151 Stufen, führte einen Moment gerade und dann ging es erst einmal etwa 20 Minuten bei einer Steigung von 22 % nach oben. Geschafft haben wir es alle und waren es auch.

Bei unserer ersten Rast mussten wir eine neue Gefahr von Seiten der Hunde kennen lernen. Bis jetzt mussten wir uns nur vor Flix fürchten, wen er denn als nächstes schnappen wird. Die neue Gefahr heißt Sox. Nachdem er bereits bei der Januar- Wanderung Rainer ans Hosenbein gepinkelt hatte, musste nun Hottis Rucksack dran glauben. Ob die Gräfin da wohl ein Düftchen versprüht hatte, dass er dies machte? Wir wissen es nicht.

Nach dieser ersten Rast führte uns der Weg nun ziemlich gerade weiter in Richtung Neckarsteinach, wurde jedoch nach etwa einer halben Stunde durch eine zweite Pause unterbrochen. Dort holte Rainer eine Frisbee raus. Archibald und Sox hatten ihrer Mühe, dass Teil zu bekommen. Allerdings endete das Hundespiel in einer wilden Rauferei, so dass Archibald aufgab und nun seinen Rachefeldzug gegen Sox erarbeitet.

Und weiter ging es. Diesmal wurde die Wanderung nicht sofort durch eine Rast unterbrochen. Aber nach zirka einer Stunde war es denn doch soweit. Rainer animierte zu einer Bachquerung, was ihm auch gelang. Eine knappe halbe Stunde hatten wir Zeit zum Keksen und Teen. Leider versaute uns das heimische Ungeziefer eine längere Verschnaufe, so dass wir ohne Probleme das letzte Stück in Angriff nehmen konnten, welches uns nach Neckarsteinach führte.

Nun noch einmal hinauf zu den drei Burgen, von denen man eine tolle Sicht auf den Neckar und auch auf unser Ziel hatte, ein bisschen verschnauft und dann schließlich hinunter ins Neckartal. Die letzten Meter legten wir direkt am Neckar zurück.

Im Burghof



In Neckarsteinach erwartete uns schon Arthur im Biergarten, wo wir unser Abendvesper einnahmen, bevor wir hurtigst und dadurch viel zu früh am Bahnhof standen, um den Zug zurück nach Hirschhorn zu nehmen.

Den glänzenden Abschluss bot dann die Einkehr in der hoteleigenen Saunabar, wo wir sehr zum Erstaunen des Hotelmanagers seine vier bereit gestellten Flaschen Rotwein austranken.

Der Freitag

begann mit einem gemeinsamen Frühstück um 8 Uhr, bevor wir um 9:15 Uhr zu unserer zweiten Wanderung aufbrachen. Wie immer erst einmal 151 Stufen nach unten, quer durch Hirschhorn und dann wieder keuch, ächz, stöhn auf der anderen Seite nach oben, um die Burg zu erobern. Bis auf die Aussicht gab es da droben allerdings nichts, was uns von einer Fortsetzung der Wanderung aufhalten konnte.

Im dunklen Wald bei den alten Steintischen



Also weiter nach oben, aber immer schön im Wald, wie es sich gehört. Zwei Rastplätze hatten wir uns ausgeschaut, bevor wir zur Mittagseinkehr ein Lokal besuchten. Und der Wirt des Lokals war eine Gaudi für sich. Nachdem zehn Personen bestellt hatten und er zur Aufnahme etwa 15 Minuten gebraucht hatte, da er alles aufschreiben musste (z.B. Gemischtes Eis mit Sahne und 1 Kännchen Kaffee), wird sicherlich jeder verstehen können, weshalb die Bestellung so lange gebraucht hatte. Und dann waren da ja noch die Problemchen, wie eine Salatbestellung von Jochen, die dann in einem (oder waren es zwei?) Beilagensalaten endete. Zum Kassieren hatte er seine Gattin geschickt, deshalb kamen wir schließlich schneller als erwartet wieder weg. Knapp zwei Stunden später waren wir wieder im Hotel und konnten uns an Sauna und Schwimmbad erfreuen, bevor wir am Abend wieder die Stufen in die Stadt herunter stiegen, um Abend zu essen.

Samstag = Stadttag = Chaostag



Und einmal mehr mussten wir feststellen, dass Städte nichts für die Streetmillboys sind, denn die einen wollten nicht mit, andere wollten gerne hin und so verlief dann auch dieser Tag in Heidelberg. Deshalb gibt es zu diesem Tag auch nicht viel zu schreiben. Wir hatten gutes Wetter, haben schöne Jungs gesehen und auf der Heimfahrt mit der Bahn wurde uns eine Sauna ohne Aufguss geboten, denn die Klimaanlage war defekt.



Am Sonntag

ging es erst um 9 Uhr mit dem Frühstück los. Nebenbei bemerkt waren fast alle schon um 8.30 Uhr beim Frühstück. Für 10 Uhr war dann der große Aufbruch angesagt. Die letzte Tour führte uns erst einmal 25 km am Neckar bis nach Neckargerach, wo noch eine kurze Tour durch die Margarethenschlucht anstand. Etwa zwanzig Minuten ging es einen Weg durch Seile gesichert nach oben. Immer mal wieder den Bach querend, über Steine hoppelnd. Die Tour hatte was.

Abstieg in der Mariannenschlucht



Quer über den Bach...



Um kurz vor 12 war dann das Abschlusskaffeetrinken angesagt, bevor die Teilnehmer dann in Richtung Heimat entschwanden.

Fazit des Clubmanagers zu dieser Tour: Von den Wanderungen her war es eine gelungene Tour, Heidelberg hätte besser einer Wanderung weichen sollen. Bei den nächsten Mehrtagestouren werden wir sicherlich auf Städte verzichten können, da gerade Heidelberg wieder ein Beweis dafür war, dass Städte nicht gerade gefragt sind. Das Hotel ist von der Lage her wunderschön, direkter Blick auf die Burg und den Neckar. Negativ fiel jedoch auf, dass der Hotelier versuchte, uns auszunehmen. Das Schwimmbad war nicht geheizt, die Preise schlugen über Nacht auf. Ein Grund, das Haus nicht weiter zu empfehlen.

Alle heil durchgekommen



Belastend war die Ungewissheit mit unserem Peterle, da wir noch nichts genaues wussten.

Hotti

Bilder von Ulli