Wanderung im Lützbachtal

8. Juli 2001



Diesmal hatten wir entgegen aller Befürchtungen und Wettervorhersagen zum glaube ich ersten Mal im Hunsrück eine Wanderung, die Jürgen geleitet hat, bei der es nicht geregnet hat.

Trotz CSD in Köln hatten sich immerhin noch 9 Streetmillboys auf den Weg in den Hunsrück gemacht.

Treffpunkt war um 11 Uhr am Parkplatz 9 in der Nähe von Beltheim. Mal wieder waren alle pünktlich, so dass wir fast pünktlich den Weg antreten konnten. Zunächst einmal querten wir die Straße und dann ging es schon in den Wald. Nach etwa einer halben Stunde kamen wir am ersten Fischweiher vorbei und konnten Rainer nur mit Mühe davon abhalten, dort hinein zu springen. Allerdings mussten wir versprechen, auf dem Rückweg dort mindestens eine viertel Stunde zu rasten.


Hier müssen wir durch...



Der Weg führte uns nun ins Lützbachtal. Jürgen hatte in seiner Ankündigung geschrieben, dass es sich hierbei um eine mildromantische Tour handeln würde. Das erste Teilstück des Tales war auch mild und romantisch, aber dann kam es dicke. Nicht alles, dass wir uns erst mal den Weg frei schlagen mussten. Nach einer Weile ging es dann auf einem schmalen Pfad weiter. Stöhn, war das schwierig. Dies ist zumindest meine Meinung, weil ich nicht so ganz pfadfest bin. Wir haben es aber alle gut überstanden.

Puhh... Geschafft...




Huch, ist das aber steil...



Den Ort Lütz hatte Jürgen kurzfristig von der Karte gestrichen und so kamen wir in einen Ort.

Und genau da standen wir dann vor der Frage, wo sind wir denn eigentlich. Aber was ein richtiger Professor ist, der scheut sich auch nicht, beim Feuerwehrfest mal eben nachzufragen, in was für einem Ort wir denn überhaupt sind. Es stellte sich heraus, dass wir fast auf den richtigem Weg waren und wurden von den Anwohnern weiter geleitet. Allerdings in eine Richtung, die wir ohne diese Auskunft wahrscheinlich nicht eingeschlagen hätten.

Wir erreichten nun Dommershausen. Dort wollten wir Einkehren, doch wo, dies war jetzt die Frage. Die erste Dorfbewohnerin, die wir trafen meinte, es könnte sein, dass es ein Lokal geben würde, müsste aber nicht sein. Mutlos zogen wir weiter in Richtung unserer eigentlichen Richtung. Der nächste Stop war an einem Verkehrsschild, wo die Wanderwegbezeichnung so doof angebracht war, dass man nicht mehr erkennen konnte, wo es denn nun weiter gehen würde. Aber wie das in Dörfern so ist, steht man dort ständig unter Beobachtung. Schnell stand uns ein hilfsbereiter Mensch zur Seite und erkundigte sich, wo wir denn hin wollten. Mittlerweile war er übrigens schon der dritte, der uns nach Lütz schicken wollte. Der nette Herr wusste aber zumindest, wo man einkehren konnte, also drehten wir wieder und gingen etwa einen Kilometer zurück und trafen endlich auf die langersehnte Dorfschänke.

Beim Bezahlen stellte sich heraus, dass der Wirt vor dreißig Jahren in Wiesbaden- Erbenheim eine Freundin hatte. Zufälle gibt es.

Und weiter gehts...



Kurz verschnaufen... dann gehts wieder weiter



Nun führte uns der Weg zurück ins Lützbachtal. Den Weg zum durchrobben hatten wir ausgespart und so kamen wir relativ schnell wieder an den Fischweiher.

Stille Momente am Weiher

Rast am Wegrand



Hier musste Rainer nun doch unbedingt rein und bot uns eine 1/4 stündige Darbietung seiner Schwimmkünste. Jeder wartete gespannt auf seinen Ausstieg, denn die Badehose war nicht mit im Rucksack.

Nach dieser Rast ging es zurück zu den Autos, wo wir so gegen halb sechs ankamen. Jetzt noch eine kurze Einweisung an die Fahrer, damit auch ja jeder das Lokal zur Abschlussrast finden konnte, und schon war die Wanderung zu Ende.

Über Felder und Wiesen...



Für die Abschlusseinkehr hatte Jürgen ein nettes Türkisches Lokal ausgesucht. Die Masse wollte unbedingt in den Biergarten hinaus. Dort haben wir gelernt, was man alles Biergarten nennen darf. Der Garten bestand aus einem Hinterhof, mit direkter Sicht in die gute Stube eines Anwohners. Das Mobiliar dieses Biergartens wies darauf hin, dass er nicht allzu oft genutzt wurde, denn das VogelAA auf den Tischen zeugte von größter Hartnäckigkeit, als die Frau Wirtin auf besonderen Hinweis von uns, sich mit einem Eimer Wasser dran machte, das Übel zu beseitigen.

Wie das Wetter so ist, wurde es draußen mit der Zeit doch etwas frisch, und es kam der Wunsch auf, doch in den Gastraum zu gehen. Hauptsache, das nun der Tisch sauber war.

Das Essen war übrigens gut. Offen geblieben ist allerdings die Frage, wie denn nun der Sohn aussieht, den Jürgen uns in seiner Wanderankündigung so angepriesen hat.

Fazit dieses Tages: Eine Wanderung, bei der sich die "lange" Anfahrt gelohnt hat. Das Wetter war genau richtig, denn es war weder zu warm noch zu kalt. Wenn es bei dieser Wanderung heiß gewesen wäre, dann hätten wir voll gelitten, denn viele Wege führen durchs Feld.

Wieder einmal hat Jürgen uns zeigen können, wie schön die Täler des Hunsrücks sind.

Hotti

Bilder von Ulli